Richtig Kritik äußern

Wenn jemand etwas falsch gemacht hat, dann muss es jemand anderes auch korrigieren. Nehmen wir als Beispiel das Referat eines Schülers. Der Schüler steht vor der ganzen Klasse und referiert über ein Thema aus der Wirtschaft. Es ist alles fachlich recherchiert und auf den Punkt gebracht, aber der Schüler selbst macht einen krummen Rücken, liest nur vom Zettel ab und leiert das Thema nur schnell runter. Er betont dabei nicht richtig und er wirkt nicht sonderlich interessiert. Nun ist vom Lehrer eine kleine Kritik angebracht, doch wie kritisiert man eigentlich richtig? 

Die besten Tipps, wie man richtig Kritik anbringt:

  • Keine Du-Botschaften: Wenn eine Kritik mit einem “Du” beginnt (oder mit einem “Sie”), dann kann es als ein Angriff verstanden werden. Lieber eine Ich-Botschaft verwenden und ruhig dabei die eigene Meinung klar machen. Anstelle von “Du musst deutlicher sprechen” lieber “Ich finde, dass du etwas undeutlich gesprochen hast”. Dadurch kann man auch klar machen, wie man es vielleicht das nächste Mal haben möchte. Bsp: “Ich denke, beim nächsten Mal solltest du etwas deutlicher sprechen”.
  • Bei der Sache bleiben: Wer eine Kritik gibt, der muss sich dabei auf die Fakten beschränken. Welche Fehler irgendwann einmal gemacht wurden zählen nicht, wenn man jetzt etwas ganz spezielles kritisieren möchte. Unsachliche oder auch beleidigende Hinzufügungen wie “Du Hornochse” bewirken genau das Gegenteil. Ebenso wie bei der Du-Botschaft fühlt sich der Kritisierte unnötig angegriffen und kann die Kritik auch gar nicht annehmen. Vielleicht lieber “Ich glaube, die letzten Fakten in der Arbeit waren nicht gut durchdacht”.
  • Kritik nur geben, wenn sie angebracht ist: Kritik geben heißt jemanden in die Pfanne zu hauen - mitnichten! Wer Kritik gibt, der gibt jemand anderem die Chance etwas besser zu machen als bislang. Es muss dann aber auch gerechtfertigte Kritik sein, denn jemanden einfach auch zu kritisieren, weil man sie/ihn nicht mag stößt lediglich auf Unverständnis und wird womöglich letzten Endes nur selbst kritisiert.
  • Nach Möglichkeit einen Verbesserungsvorschlag machen: Nicht nur sagen wie es falsch war, sondern auch wirklich sagen, was besser wäre. Dadurch ist die Kritik noch etwas unterstützt. Diese dann aber auch wieder mit der Ich-Botschaft untermalen, wie zum Beispiel: “Ich finde diese Farben nicht gut gewählt. Mir gefallen diese persönlich besser”
Nun muss man auch wissen, dass Kritik immer nur positiv gemeint ist. Kritik bietet die Möglichkeit sich selbst zu verbessern. Wenn man also Kritik bekommt, sollte man sich nicht sofort verschließen, sondern einfach mal genau hinhören und über das Gesagte ruhig noch einmal nachdenken.
Wichtig auch beim Kritik annehmen: Nicht rechtfertigen! Wer Kritik erhält, der muss sie stillschweigend sich anhören und kann später darüber nachdenken, ob sie gerechtfertigt ist, oder nicht.
Zish

November 18 2008 04:24 pm | Tipps

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